{"id":246,"date":"2020-04-08T12:20:46","date_gmt":"2020-04-08T10:20:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/?p=246"},"modified":"2020-05-25T12:39:05","modified_gmt":"2020-05-25T10:39:05","slug":"the-backbone-of-viabundus-the-nodes-database","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/the-backbone-of-viabundus-the-nodes-database\/","title":{"rendered":"The backbone of Viabundus: the nodes database"},"content":{"rendered":"<p>In this post (in German), Nathalie Rudolph of the FGHO in L\u00fcbeck gives us an insight into her work on the backbone of the Viabundus map: the database with nodes.<\/p>\n<p><strong>Hinter den Kulissen: (M)ein Tag mit der Datenbank<\/strong><br \/>\nEin Werkstattbericht von Nathalie Rudolph (FGHO).<br \/>\nDas Viabundus Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, eine online frei zug\u00e4nglichen digitalen Karte von vormodernen Fernstra\u00dfen in Nordeuropa zu schaffen. Die Idee f\u00fcr diese Karte entstand 2017 in einer Tagungs-Kaffeepause. Mit dem erfolgreichen Pro*Niedersachsen-Antrag konnte es dann in Zusammenarbeit von IHLF (Uni G\u00f6ttingen) und FGHO (L\u00fcbeck) mit einem Projekt zum Gebiet des heutigen Niedersachsen losgehen.<br \/>\nF\u00fcr eine solche Karte braucht man jedoch eine Datengrundlage, in dem Fall Viabundus eine Datenbank mit \u201eNodes\u201c (Knoten), wozu wir von der FGHO in L\u00fcbeck die Vorarbeit geleistet haben. Wir von der  Ausgangspunkt war die Arbeit mit dem Buch \u201eHansische Handelsstra\u00dfen\u201c von Friedrich Bruns und Hugo Weczerka von 1962, aus dem Friederike Holst, meine Vorg\u00e4ngerin, die \u201eNodes\u201c herausgesucht hat. Bei den \u201eNodes\u201c handelt es sich um Orte, aber auch beispielsweise um H\u00e4fen, Z\u00f6lle und Jahrm\u00e4rkte, die Land- oder Wasserstra\u00dfen verbinden. Seit der \u201eKaffeepause\u201c sind heute bereits 11.000 Orte in der Datenbank verzeichnet.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Jeder einzelne in den \u201eHandelsstra\u00dfen\u201c genannte Ort wurde in die Datenbank eingetragen und f\u00fcr die Darstellung auf der digitalen Karte mit Koordinaten versehen. Eines der Hauptprobleme war dabei die Frage, wo genau diese Koordinaten zu setzen waren. Da Handelsrouten im Mittelpunkt des Projekts stehen, bot sich der historische Marktplatz oder Kirchplatz des jeweiligen Ortes an \u2013 doch wo befand sich der historische Marktplatz oder das historische Zentrum von z.B. Altona, Bardowick oder Flensburg? Vor allem in Siedlungen die verlegt oder verschwunden sind oder ihre mittelalterliche Siedlungsstruktur durch Industrialisierung, Stadtbr\u00e4nde, Kriegszerst\u00f6rungen oder Stadtsanierungen weitgehend verloren haben, ist dies manchmal eine schwierige Frage und sie muss von Fall zu Fall neu beantwortet werden.<\/p>\n<p>Mittlerweile sind die Mitarbeitenden in allen vier Teilprojekten damit besch\u00e4ftigt, die \u201eNodes\u201c fortlaufend um weitere Informationen anzureichern, etwa zur Stadtentwicklung, Jahrm\u00e4rkten und Messen, Stapelrechten und Z\u00f6llen. Die FGHO besch\u00e4ftigt sich dabei zun\u00e4chst mit dem Gebiet des heutigen Schleswig-Holsteins. Daf\u00fcr k\u00f6nnen wir etwa Standardwerke wie das \u201eDeutsche St\u00e4dtebuch\u201c von Erich Keyser nutzen, das wohl bis heute umfangreichste Nachschlagewerk f\u00fcr die vormoderne Geschichte der St\u00e4dte. Das \u201eSt\u00e4dtebuch\u201c verzeichnet Informationen unter anderem \u00fcber die Geschichte der St\u00e4dte und der Siedlungen, aus denen sie hervorgegangen sind, beschreibt Handel und Wirtschaft bis in die Neuzeit und macht Angaben zu Einwohnerzahlen. F\u00fcr meine Arbeit mit der Datenbank sind dabei folgende Infos wichtig:<br \/>\n    \u2022 Die Angaben zu den verschiedenen Namen der St\u00e4dte, damit sie in der Suchfunktion auch \u00fcber alte, nicht mehr gebr\u00e4uchliche Namen gefunden werden k\u00f6nnen.<br \/>\n    \u2022 Die Angaben zum Ortsursprung und zur Siedlungsentwicklung, die zum Teil schon viel \u00fcber die Geschichte eines Ortes und m\u00f6gliche Relevanz f\u00fcr Handelsstra\u00dfen aussagen. So sind die Lage an einer Furt, oder Markt-, Zoll- und M\u00fcnzprivilegien bereits Indizien f\u00fcr die wirtschaftliche Bedeutung eines Ortes.<br \/>\n    \u2022 Die Angaben zur Stadtwerdung, darunter auch wer daf\u00fcr verantwortlich war, aus welchen Gr\u00fcnden sich dazu entschlossen wurde und welches Stadtrecht tats\u00e4chlich verliehen wurde. F\u00fcr Hamburg wird etwa auf die Verbindung der erzbisch\u00f6flichen Altstadt und der Neustadt um 1215 hingewiesen, obwohl sie erst 1228 einen gemeinsamen Stadtherren hatten.<br \/>\n    \u2022 Die Wirtschaftslage der St\u00e4dte. Hier werden oft Z\u00f6lle, Stapelrechte, Handelsprivilegien und auch Angaben zu Jahrm\u00e4rkten gemacht. F\u00fcr wichtige Wirtschaftszentren wie Hamburg sind diese Informationen selbstverst\u00e4ndlich recht umfangreich: dieser Abschnitt geht \u00fcber drei Seiten und beginnt mit der \u201eGenehmigung des Landesherrn Grad Adolf III. von Holstein zur Anlage eines Alsterhafens u. eines Marktes f\u00fcr die Neustadt\u201c.<\/p>\n<p>Diese Daten trage ich dann sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch in die Datenbank ein. Zum Gl\u00fcck l\u00e4sst sich diese Arbeit trotz Social Distancing gut im Homeoffice erledigen. Und sie ist notwendig, damit sp\u00e4tere Nutzer der Karte bei einem Klick auf die jeweilige Stadt die wichtigen Informationen geb\u00fcndelt bekommen. Ein kleiner Vorgeschmack ist hier zu sehen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schermafdruk-van-2020-04-08-12-17-27-1024x543.png\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"407\" class=\"aligncenter size-large wp-image-252\" srcset=\"https:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schermafdruk-van-2020-04-08-12-17-27-1024x543.png 1024w, https:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schermafdruk-van-2020-04-08-12-17-27-300x159.png 300w, https:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schermafdruk-van-2020-04-08-12-17-27-768x408.png 768w, https:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schermafdruk-van-2020-04-08-12-17-27-1536x815.png 1536w, https:\/\/www.landesgeschichte.uni-goettingen.de\/roads\/viabundus\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schermafdruk-van-2020-04-08-12-17-27.png 1547w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In this post (in German), Nathalie Rudolph of the FGHO in L\u00fcbeck gives us an insight into her work on the backbone of the Viabundus map: the database with nodes. 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