Photo: Clara Ebb, 2011 CC0
Einbeck - Franziskaner-Terziarinnen
Existenz: kurz vor 1464 bis 1550/1582
Heutiges Gebiet: Stadt Einbeck, Landkreis Northeim
Orden/Art: Franziskaner-Terziarinnen, Schwesternhaus
Damalige kirchliche/weltliche Zugehörigkeit: Erzdiözese Mainz; Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, Teilfürstentum Grubenhagen.
Die Gründungsumstände des Schwesternhauses sind unbekannt, erstmals erwähnt wird es 1464. Papst Paul II. bestätigt zu einem nicht bekannten Zeitpunkt dem Haus die Franziskaner-Terziarinnen-Regel. 1489 erlaubten Dekan und Kapitel von St. Alexandri dem Konvent die Errichtung eines Altars in der Jakobi-Kirche unter Wahrung von deren Pfarrrechten. Geleitet wurde der Konvent von einer Mater (erstmals 1489 genannt) und einer Untermater (1521). Das Kloster besaß einen Hof und einen Garten vor Einbeck, ansonsten Zins- und Renteneinkünfte, überwiegend aus Einbeck.
Über die Geschicke des Hauses während der Reformation ist nichts bekannt, spätestens 1550 übernahm der Rat den Besitz gegen die Verpflichtung, die verbliebenen Schwestern zu unterhalten. Die letzte, Dorothea von Einem, verstarb 1582. Das Gebäude wurde 1585 von der Stadt verkauft.
Die einstige Hauskapelle hat sich erhalten. Inschrift: DI 42, Nr. 105
Literatur: Edgar Müller, Artikel Einbeck - Franziskaner-Terziarinnen, in: Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810, herausgegeben von Josef Dolle unter Mitarbeit von Dennis Knochenhauer, (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen Band 56,1), Bielefeld 2012, S. 381-382.
Germania Sacra: 372
FemMoData: 321
Bearbeiterin: Leonie Bunnenberg